Funktion und Aufbau Die Lunge ist unser Atmungsorgan, sie liegt gut geschützt unter dem Rippengewölbe. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, den lebenswichtigen Sauerstoff aus der Luft aufzunehmen. Im Gegenzug wird über die Lunge auch das Gas Kohlendioxid aus dem Körper abgegeben, das im Stoffwechsel des Körpers entsteht. In der Lunge findet also ein Gasaustausch statt.
Die Lunge ist paarig angelegt, es gibt einen linken und einen rechten Lungenflügel. Im Ruhezustand atmet ein Erwachsener 12 bis 18 mal ein und aus. Mit jedem Atemzug nimmt er ca. einen halben Liter Luft auf. Beim Einatmen durch die Nase wird die Luft schon einmal vorgewärmt, befeuchtet und von groben Schmutzteilchen gereinigt. Die Luft gelangt über den Rachen in die Luftröhre. Diese teilt sich dann in zwei Äste auf, die sogenannten Hauptbronchien, die zu den beiden Lungenflügeln führen. Dort verzweigen sich die Bronchien in immer feinere Ästchen (Bronchiolen), die schließlich in unzähligen Lungenbläschen (Alveolen) enden. Zusammengenommen haben die Lungenbläschen eine Oberfläche, die in etwa einem Tennisplatz (ca. 120 qm) entspricht. Damit steht für den Gasaustausch genügend Platz zur Verfügung.
Schutzfunktion der Lunge Die Lunge besitzt einen eingebauten Selbstreinigungsmechanismus, über den sie in der Lage ist, eingeatmete Fremdstoffe (z. B. Zigarettenrauch und andere Umweltgifte) und auch Krankheitserreger (Viren und Bakterien) wieder auszuscheiden. Dafür sind die Innenseiten der Bronchien mit einer besonderen Schleimhaut ausgekleidet. In der Schleimschicht werden die Fremdkörper zunächst gebunden. Das allein würde aber noch nicht ausreichen. Deshalb befinden sich unterhalb der Schleimschicht noch Millionen von winzig kleinen, sogenannten Flimmerhärchen. Diese können sich aktiv bewegen. Man kann sich das bildlich wie ein im Wind wogendes Ährenfeld vorstellen. Durch diese Bewegung wird der Schleim mit den Fremdstoffen allmählich nach oben, in Richtung Luftröhre transportiert, wo er dann abgehustet werden kann. | | |