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ASTHMA-MRI

Der Verbund ASTHMA-MRI im Kompetenznetz Asthma und COPD

"Keine Strahlung ist natürlich besser als viel Strahlung, aber keine Strahlung ist auch besser als wenig Strahlung", sagt Professor Dr. Hans-Ulrich Kauczor von der Radiologischen Klinik der Universität Heidelberg, der Sprecher des Verbundes ASTHMA-MRI. "Ziel unserer Forschung im Rahmen von ASTHMA-MRI ist es, die strahlungsfreie Magnetresonanztomographie (MRT) als bildgebendes Verfahren zur Diagnose, Therapie und Prävention von obstruktiven Lungenerkrankungen zu etablieren."

Magnetresonanztomographie in der Diagnostik von Asthma und COPD

Die chronischen Lungenerkrankungen Asthma und COPD sind durch eine Verengung und Verlegung der Atemwege gekennzeichnet.

Als anerkannte und standardisierte Methode spielt der Lungenfunktionstest (LFT) in der Diagnose und Behandlung beider Erkrankungen eine große Rolle, doch er erfasst die Störungen nur indirekt und ungenau. Während das Asthma bronchiale als chronisch entzündliche Erkrankung vorwiegend die peripheren Atemwege betrifft, hat die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD ein breites Krankheitsbild und setzt sich aus mehreren Subtypen zusammen. Der Lungenfunktionstest ist weder dazu geeignet, beim Asthma die regionalen Unterschiede der Erkrankung zu differenzieren, noch die Subtypen der COPD voneinander zu unterscheiden.

Die radiologische Bildgebung spielte bislang nur eine begrenzte Rolle in der klinischen Routinediagnostik. Die hochauflösende Computertomographie (CT) liefert zwar detaillierte Bilder von der Lunge und den Bronchialwänden, geht aber mit einer hohen Strahlenbelastung für den Patienten einher.

Als strahlungsfreie bildgebende Methode stellte die Magnetresonanztomographie der Lunge in der Vergangenheit eine große Herausforderung dar. Die jüngsten technischen und methodischen Entwicklungen haben jedoch den Weg für die Einführung der Protonen-MRT der Lunge in die klinische Anwendung geebnet.

Das Verbundprojekt Asthma-MRI hat sich zum Ziel gesetzt, in drei Jahren die verschiedenen Methoden der Magnetresonanztomographie (MRT) der Lunge zuverlässig für eine breite Anwendung verfügbar zu machen, und die klinische Aussagekraft der Messwerte zu belegen.

Innerhalb dieses Konsortiums arbeiten Wissenschaftler und Ärzte an vier Standorten und in fünf Teilprojekten daran, neue Protokolle, Kontrastmittel, Softwarelösungen und Werkzeuge in der MR-Bildgebung zu entwickeln, um eine spezifischere Diagnose und damit eine frühere Entscheidungsfindung über die richtige Therapie von COPD und Asthma-Patienten zu ermöglichen.

Für die standardisierte computergestützte Auswertung werden zunächst die Methoden zur Analyse der Lungen-MRT auf einer Software-Plattform (TP 6) entwickelt und zusammengeführt. In einem zweiten Schritt sollen die Methoden und Ergebnisse von Asthma-MRI sämtlichen Zentren von AsCoNet bereitgestellt und dann auch in der COSYCONET Studie eingesetzt werden.
 

Sprecher ASTHMA-MRI

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Prof. Dr. med. Hans-Ulrich Kauczor

Prof. Dr. med. Hans-Ulrich Kauczor
Universitätsklinikum Heidelberg
Ärztlicher Direktor, Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Anschrift: Im Neuenheimer Feld 110
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 566410/11
Fax: 06221 565730
E-Mail: 

Die Struktur des Verbundes ASTHMA-MRI im Kompetenznetz

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